Frederik
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Frederik Leo Lionni
Photo Viewer, Warum hat es Frederick die Maus nicht Nötig zu Arbeiten?
Es hat den Anschein, als grenze sich Frederick die Maus aus der Geschichte von Leo Lionni von seiner Gruppe ab. Anstatt beim Sammeln der Wintervorräte zu helfen, liegt er lieber entspannt in der Sonne, genießt den augenblicklichen Moment und ist völlig im Sein. Es ist seine persönliche Art, sich auf den kommenden Winter vorzubereiten. Verstehst du, warum er das tut? Erkennst du den Sinn dahinter?
Video: Frederick die Maus von Leo Lionni
Leo Lionni’s Geschichte von Frederick der Maus in einem Video erzählt
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Was lernen wir daraus?
Aus dieser Geschichte, auf die mich Moritz aufmerksam gemacht hat, nehme ich gleich mehrere Dinge mit:
- Arbeit alleine ist nicht der Sinn des Lebens!Wichtiger ist das Sein im Moment; das Einssein mit dem, was gerade ist. Das kann natürlich auch die Arbeit sein, nur dann würde ich es eher kreatives Erschaffen nennen. Jedenfalls geht Frederick die Maus scheinbar im Wahrnehmen seiner Umgebung und dem Aufnehmen der Sonnenstrahlen mehr auf, als beim Arbeiten.
- Dinge anders zu tun, ist OK!
Frederick die Maus könnte mit dem Anderssein ein schlechtes Gewissen haben und sich dem Arbeitstrieb seiner Familienmitglieder anschließen. Macht er aber nicht. Er bleibt seiner inneren Führung treu und tut das, was er von innen heraus liebend gerne tun möchte. Und wie sich später herausstellt, ergibt das sogar einen lebensnotwendigen Sinn für die Gemeinschaft. In unserer Gesellschaft sind das wohl die Künstler, die mit ihren Werken nichts praktisches entwerfen, unser Herz jedoch von innen her begeistern und erfüllen. - Um zu überleben, benötigen wir nicht nur Nahrung!
Ich kann mich noch gut an die Tage des Verliebtseins erinnern. Wir lagen tagelang glücklich im Bett und hatten dabei nicht das Gefühl, aufstehen zu müssen, um etwas zu essen. Liebe nährt von innen. Das macht Frederick die Maus, indem er sich darin übt, zu fühlen. Diese Gefühle überliefert er durch das liebevolle und begeisterte Erzählen an seine Familienmitglieder. Liebe ist die höchste Form der LebensWer kennt sie nicht? Frederick, die Maus die Farben und Geschichten sammelt, um ihrer Mäusefamilie während des langen zehrenden Winters Freude und Hoffnung zu schenken? Ein Klassiker von Leo Lionni, der vor allem in den Herbst passt: Die Feldmäuse bereiten sich auf den Winter vor. Sie sammeln Getreide, Körner und Nüsse. Frederick sitzt daneben und scheint teilnahmslos zuzusehen, wie die Anderen schufften. Auf die Frage, was er so mache, antwortet er wahrheitsgetreu: Er sammle Sonnenstrahlen, er sammle Farben und er sammle Wörter. Dann setzt der Winter ein. Anfangs haben sich die Mäuse lustige Geschichten zu erzählen und die Vorräte sind üppig. Doch als das Essen zur Neige geht und die Mäuse die Kälte spüren, werden sie immer ruhiger und zurückgezogener. Da fällt ihnen Frederick mit seinen Vorräten ein und sie bitten ihn, diese mit ihnen zu teilen. Frederick sendet ihnen die Wärme seiner Sonnenstrahlen, erinnert sie an die Farben des Sommers und trägt ihnen zu guter letzt sein Gedicht von den vier kleinen Feldmäusen vor. Die Feldmäuse sind begeistert und erkennen den Wert seines Beitrags an.„Frederick“ von Leo Lionni ist eine ganz besondere Geschichte, da sie uns und den Kindern aufzeigt, dass das Leben nicht nur aus physischen Bedürfnissen besteht. Das geistige, psychische Erleben kann uns in schwierigen Zeiten eine große Hilfe sein. Als Leser kann man sich sehr gut, in die vier fleißigen Feldmäuse hineinversetzen, die Frederick erst einmal für faul halten. Am Ende zeigt sich, dass das was er gesammelt hat für die Gemeinschaft sehr wichtig war. Phantasie, Träumereien und Geschichten mögen vordergründig keine Leben retten, aber durch ihre Eigenschaften so manche Situation positiv verändern.
Wenn man die Geschichte von Leo Lionni im gesellschaftspolitischen Kontext betrachtet, zeigt sie uns, wie wichtig Kultur für eine Gesellschaft ist. Eine Gesellschaft, die Kunst und Kultur einen hohen Wert zugesteht, räumt geistiger Nahrung Platz ein, erweitert Horizonte und fördert Innovation.Mit den Kindern nähere ich mich Frederick an, indem ich mit ihnen über den Herbst rede, vor allem darüber, wie sich manche Tiere auf den Winter vorbereiten. Dann erzähle ich ihnen, dass wir eine Geschichte hören, die zwischen den Steinen einer alten Mauer stattfindet. Wir gestalten gemeinsam eine Mitte, in der die beschriebene Mauer mit drei Ziegelsteinen angedeutet wird. Wir verteilen ein paar bunte Blätter, Nüsse und Steine darum und setzen in diese Landschaft vier kleine gebastelte Leder – oder Märchenwollmäuse. Wenn unsere Mitte aufgebaut ist, hören die Kinder gespannt zu und dürfen, wenn der Winter einbricht und die Nahrung knapp wird, den Mäusen die Nüsse wegnehmen, um Fredericks Farben und Sonnenstrahlen Platz zu machen. Diese werden nicht verbildlicht, da wir sie uns ins Gedächtnis rufen möchten: Ich unterbreche mein Lesen, damit wir uns mit geschlossenen Augen die Sonnenstrahlen und die Farben vorstellen können. Die Kinder schließen die Augen und wenn der Klang einer Klangschale/ einer Triangel ertönt, versuchen wir ganz fest an warme Sonnenstrahlen zu denken.
Nach dem Lesen dürfen die Kinder zu Farbe und Pinsel greifen, um ihre Eindrücke in Bildern zu verarbeiten.energie, die wir zum Leben brauchen.
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